VITA 04/19: «Wie eine grosse Familie»

Das medizinische Sekretariat des Spitals Münsingen arbeitet interdisziplinär mit allen Fachbereichen zusammen und ist auch sonst in vielerlei Hinsicht im Zentrum des Geschehens. In der Kaffeepause erzählen die Teammitglieder über den Arbeitsalltag, die Verbundenheit mit dem Spital und mit der Insel Gruppe.

«Wir machen die administrativen Arbeiten für alle Fachbereiche. Das macht die Tätigkeit sehr abwechslungsreich, aber auch anspruchsvoll. Wir müssen alle fachspezifischen Terminologien und die unterschiedlichen Abläufe kennen», erzählt Isabelle Hänni. Sie ist Teamleiterin des interdisziplinären medizinischen Sekretariats in Münsingen. Das Team besteht aus sieben Mitarbeiterinnen, die insgesamt 500 Stellenprozente abdecken. Neben dem klassischen Tätigkeitsfeld eines medizinischen Sekretariats übernehmen sie auch Aufgaben, die nicht zu dessen Kernbereich gehören. Dazu gehören zum Beispiel die OP-Koordination, Aufgaben aus dem Qualitätsmanagement sowie Hilfeleistungen bei allerlei technischen Problemen.

Zusätzliche Schnittstelle durch Belegarztsystem

Rosmarie Moser arbeitet seit vier Jahren in Münsingen und war zuvor am Inselspital in ähnlicher Funktion tätig. «Der grösste Unterschied zur Arbeit am Inselspital ist für mich, dass wir hier mit Belegärztinnen und Belegärzten arbeiten. Sie alle haben spezifische Bedürfnisse bezüglich ihrer Arztpraxen», berichtet sie. Am Spital Münsingen arbeiten rund 20 Belegärztinnen und -ärzte. Unterschiedliche Typen von Praxissoftware und diverse Arbeitsprozesse in der Praxis erfordern technische Lösungen, vor allem aber auch viel Flexibilität im Sekretariatsteam.

Priscilla Lehmann ist seit drei Monaten Praktikantin im Sekretariat. Ihr gefällt die Vielseitigkeit der Arbeit. Ganz besonders aber schätzt sie das familiäre Klima des Spitals Münsingen. «Wir kennen uns hier alle, und da ich in der Region lebe, fühle ich mich mit dem Spital verbunden», erzählt sie. Das bestätigen auch die anderen Teammitglieder. Sie alle betonen den starken Zusammenhalt im Team sowie die flachen Hierarchien, die kurzen Wege und die Vertrautheit, die im ganzen Spital herrschen.

«Manchmal ist die Insel weit weg»

Und wie beeinflusst die Zugehörigkeit zur Insel Gruppe die Arbeit am Spital Münsingen? «Es ist sicher ein Vorteil, als kleines Spital zu einer grossen Gruppe zu gehören. Das gibt uns eine gewisse Sicherheit», erklärt Isabelle Hänni. Aus der Perspektive des kleinen Spitals erscheinen Prozesse aber oft sehr kompliziert. «Es gibt Entscheide, die nicht auf uns als kleineren Standort oder auch auf das Belegarztsystem zugeschnitten sind. Es gibt immer eine Lösung, aber einige Situationen erfordern manchmal schon Verständnis, Energie und Flexibilität», berichtet sie.

Synergien nutzen im Medizinbereich

Mit dem Medizinbereich Stadtspital/Landspitäler fühlt sich das Sekretariatsteam verbunden. Ihrer Einschätzung nach könnte die Zusammenarbeit noch enger sein. «Wir haben oft sehr ähnliche Herausforderungen zu meistern. Da könnten wir gegenseitig von unseren Erfahrungen profitieren. Idealerweise könnten wir uns sogar gegenseitig aushelfen, wenn viel Arbeit anfällt. Für das Spital Tiefenau haben wir das schon einmal gemacht, das hat sehr gut funktioniert», erzählt Isabelle Hänni. Sie spricht damit einen der wichtigen Pfeiler der Standortstrategie 2024 der Insel Gruppe an, nämlich die engere Zusammenarbeit und das Nutzen von Synergien innerhalb der Häuser, die zum Medizinbereich Stadtspital/Landspitäler gehören.

VITA 04/19

Diesen sowie weitere Artikel finden Sie in der aktuellsten Ausgabe des VITA-Magazins, welches im Spital Münsingen aufliegt und auch online verfügbar ist.